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| Dezember
2005: Herforder Weihnacht |
| Herkunft:
Westfalen |
Wertung:
2,00 * |
Vol.-% Alk.: 5,8 |
Website der Biermarke |
Im Dezember küren wir wieder ein passendes Saisonprodukt zum Bier des Monats. "Herforder Weihnacht" ist das ideale Festbier für alle, die es etwas süßlicher mögen. Die Färbung des westfälischen Weihnachtsbieres erinnert an dunklen Bernstein. Der Geschmack ist vollmundig, herrlich weich und malzig-süß. Der Abgang fällt nur wenig bitter aus und stört die Harmonie keineswegs. Laut Hersteller wird es bereits im Spätsommer gebraut und hat dadurch seine Reife in der Vorweihnachtszeit schon längst erreicht. Die
"Brauerei Felsenkeller Herford" gilt als Marktführer in Ostwestfalen-Lippe und gehört zu den 10 größten Faßbiermarken in Deutschland. Noch immer entfallen 90 Prozent des Umsatzes auf das Hauptprodukt "Herforder Pils". Daran konnten auch Neuheiten wie
"Herforder Mild Plus" nicht viel ändern.
Hinweis: bereits kurze Lagerung schadet diesem Bier u. U. erheblich --> siehe Steckbrief |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
(Quelle: selbst photographiert) |
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| November
2005: Westmalle Dubbel |
| Herkunft:
Flandern |
Wertung:
2,25 * |
Vol.-% Alk.: 7,0 |
Website der Biermarke |
| "Westmalle Dubbel" besitzt eine dunkelbraune Farbe und wird bedeckt von einem cremigen, stabilen Schaum. Im Mund angekommen zeigt sich der Belgier vollmundig und entfaltet ein interessantes Kandiszucker- und Weintrauben-Aroma. Im Gegensatz zu anderen sogenannten Klosterbrauereien, brauen im flämischen Westmalle tatsächlich Trappistenmönche das Bier. Die Abtei Westmalle befindet sich unweit von Antwerpen und verfügt seit 1836 über eine eigene Brauerei. Die Trappisten bilden einen Zweig innerhalb des Zisterzienserordens mit strenger Abstinenz und Askese (Verzicht auf Genuß). Vom täglichen Bier zum Mittagessen können die Mönche aber trotzdem nicht lassen. Für diesen Zweck brauen die Trappisten zweimal im Jahr "Westmalle Extra" (mit lediglich 4 bis 5 Volumenprozent Alkohol), das hauptsächlich für sie selbst bestimmt ist. |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
(Quelle: selbst photographiert) |
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| Oktober
2005: Löwenbräu Oktoberfestbier |
| Herkunft:
München |
Wertung:
3,00 * |
Vol.-% Alk.: 6,1 |
Website der Biermarke |
| Das Oktoberfestbier aus dem Hause Löwenbräu in München ist schön malzig (süffig) und rund, aber nur mäßig rezent und nicht ganz so süßlich wie beispielsweise das Paulaner Oktoberfest-Bier. Zudem macht es einen kräftigeren und ganz leicht alkoholischeren Eindruck als das Paulaner. Im Abgang zeigt sich kurz "blumiger" Hopfen. Unter dem Strich ist "Löwenbräu Oktoberfestbier" ein gelungenes, jedoch nicht perfektes Bier zur Wies'n. Hergestellt wird es bei der Löwenbrau AG in München, die schon seit etwa 150 Jahren zu den größten Brauereien Münchens gehört. Im Jahr 1997 hat sich Löwenbräu mit den städtischen Konkurrenten Franziskaner und Spaten zusammengeschlossen. Diese drei Brauereien wurde zum 1. Oktober 2004 in die Interbrew Deutschland eingefügt. Am 1. Juli 2005 wurde Interbrew Deutschland in InBev Deutschland umfirmiert. |
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<-- Löwenbräu-Logo
© Löwenbräu AG, München |
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| September
2005: Haake-Beck Pils |
| Herkunft:
Bremen |
Wertung:
2,00 * |
Vol.-% Alk.: 4,9 |
Website der Biermarke |
| "Haake-Beck Pils" ist ein typisch norddeutsches Pilsener.
Dazu zählen sein hopfenbetonter Geschmack und der gelungene, würzig-herbe Abgang. Die unmittelbare Verwandtschaft mit dem bekannteren Bremer Bier "Beck's Pilsener" ist deutlich schmeckbar. Früher waren die Verhältnisse jedoch umgekehrt: Im 19. Jahrhundert stellte die "C. H. Haake Brauerei" die führende Braustätte in Bremen und Umgebung dar. Heute ist "Haake-Beck" nur noch eine Marke der Brauerei Beck & Co, die ihrerseits seit August 2001 (bzw. Februar 2002) in der Trophäensammlung von InBev zu finden ist. InBev konnte sich im Jahr 2004 an die Spitze der größten Brauereigruppen der Welt setzen. |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
(Quelle: selbst photographiert) |
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| August
2005: Schalchner Dunkle Weisse |
| Herkunft:
Oberbayern |
Wertung:
1,50 |
Link zur Website der Biermarke |
| Mit "Schalchner Dunkle Weisse" wird seit längerer Zeit mal wieder ein "Weizen" zu unserem Bier des Monats bestimmt.
Das dunkelrotbraune Bier ist vielschichtig und vollaromatisch. Seine leichte Röstmalznote wird von einem interessanten Holz- und Raucharoma begleitet.
Der Alkoholgehalt liegt bei etwas unterdurchschnittlichen 4,9 Volumenprozent. Hersteller der "Schalchner Dunkle Weisse" ist
Weissbräu Schwendl im oberbayerischen
Tacherting-Schalchen. Die Familienbrauerei Schwendl begann ihre Produktion im Jahr 1935 in einem
umgebauten 80-Liter-Waschkessel
und braut seitdem nur Weißbiere. Die Sudkessel wurden in den vergangenen siebzig Jahren natürlich deutlich vergrößert. Heute gehört auch ein Brauereigasthof zum Unternehmen. |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
(Quelle: selbst photographiert, geringfügig verändert durch Nachbearbeitung) |
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| Juli
2005: Hubertus 1861 Premium Pilsener |
| Herkunft:
Südhessen |
Wertung:
1,50 |
Link zur Website der Biermarke |
| Hubertus 1861 Premium Pilsener ist hopfenbetont und angenehm herb. Die Rezenz konnte uns ebenfalls überzeugen. Sein Alkoholgehalt liegt bei pilstypischen 4,9 Vol.-%. Gebraut wird es nach einem Originalrezept aus dem Gründungsjahr (1861) der Köthener Brauerei. Hergestellt wird es heute aber in der Privatbrauerei Hildebrand in Pfungstadt in Südhessen. Nur noch der Vertrieb befindet sich in Köthen/Anhalt. Als Trost wird das Bier immerhin in einer schönen
Bügelverschlußflasche geliefert. |
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<-- Flaschenetikett
© Köthener Brauerei GmbH, Köthen/Anhalt |
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| Juni
2005: Preussen Schwarzbier Premium |
| Herkunft:
Prignitz (Brandenb.) |
Wertung:
1,75 |
Link zur Website der Biermarke |
| Mit Preussen Schwarzbier Premium wird zum ersten Mal ein Brauerzeugnis aus Brandenburg bei uns zum Bier des Monats gekürt.
Im dunkelbraunen, aber nicht rotschimmernden Bier befindet sich 5,4 Vol.-% Alkohol. Es schmeckt überraschenderweise kaum bitter, ist aber auch nicht süß. Eine dezente Röstmalznote besitzt das gut abgestimmte Schwarzbier trotzdem. Gebraut wird es in der einzigen Brauerei der Prignitz, im
"Brauhaus Preussen Pils" in Pritzwalk. |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
© Brauhaus Preussen Pils GmbH, Pritzwalk |
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| Mai
2005: Landsberger Saline-Bräu |
| Herkunft:
Sachsen-Anhalt |
Wertung:
2,00 |
Link zur Website der Biermarke |
| Landsberger Saline-Bräu ist ein sehr süffiges Festbier, das an Märzenbier erinnert. Sein malzig-süßer Geschmack, der leicht würzige, herzhafte Abgang und die bernsteinähnliche Farbe konnten uns überzeugen. Der Alkoholgehalt wird mit 5,6 Vol.-% angegeben. Verantwortlich für dieses Bier ist die Brauerei Landsberg im Saalkreis (in der Nähe von Halle a. d. Saale). Saline-Bräu ist das Festbier des halleschen Salzfestes, dessen historischer Hintergrund durch die Salzwirker-Brüderschaft der Halloren dargestellt wird. Erfreulicherweise ist dieses Bier ganzjährig erhältlich. |
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<-- Ausschnitt aus dem Flaschenetikett
(Quelle: selbst photographiert) |
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| April
2005: Loscher Schwarzbier |
| Herkunft:
Mittelfranken |
Wertung:
1,75 |
Link zur Website der Biermarke |
| Loscher Schwarzbier schmeckt leicht röstmalzig mit schwach süßlichem Unterton und etwas bitterem Abgang. Höhere Wertungsebenen blieben ihm jedoch wegen des zeitweilig wäßrigen Geschmacks verwehrt. Der Alkoholgehalt liegt bei 4,9 Vol.-%. Hergestellt wird dieses Bier in der Familienbrauerei Loscher in Münchsteinach (Mittelfranken). Aufmerksam wurden wir auf die Brauerei Loscher durch Internet-Auktionen, bei denen die Brauerei palettenweise ihr Bier preiswert anbot. Es kam, wie es kommen mußte: Loscher-Pils-Monate im Bierclub Jessnitz |
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<-- Brauerei-Logo
© Brauerei Loscher KG, 91481 Münchsteinach |
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| März
2005: König Ludwig Dunkel |
| Herkunft:
Oberbayern |
Wertung:
1,75 |
Link zur Website der Biermarke |
| König Ludwig Dunkel ist malzbetont, angenehm röstig und von dunkler Farbe mit leicht rötlichem Schimmer. Es schmeckt nur wenig süßlich, besitzt dafür aber einen leicht herben Nachgeschmack. Der Alkoholgehalt liegt bei 5,1 Vol.-%. Der Hersteller des König Ludwig Dunkel ist die Schloßbrauerei Kaltenberg in Oberbayern. Sie gilt als eine der letzten Schloßbrauereien und ist Residenz des Wittelsbacher
Prinzen Luitpold, dem Urenkel des letzten bayerischen Königs, Ludwig III. Ein Urahn der Wittelsbacher (Herzog Wilhelm IV) war es auch, der im Jahre 1516 das bayerische Reinheitsgebot erließ. Neben der traditionellen Braustätte im Schloß gibt es noch eine moderne Brauerei im nahe gelegenen Fürstenfeldbruck unter hoheitlicher Flagge. |
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<-- Logo
© König Ludwig GmbH & Co.KG,
Schloßbrauerei Kaltenberg |
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| Februar
2005: DAB Pilsener |
| Herkunft:
Westfalen |
Wertung:
2,00 |
Link zur Website der Biermarke |
| DAB Pilsener ist
hopfenbetont und besitzt einen angenehm herben Abgang. Sein Alkoholgehalt liegt bei 4,8 Vol.-%. Gebraut wird dieses Bier bei der Dortmunder Actien-Brauerei AG, die zur Oetker-Gruppe gehört. Die DAB ist die größte Brauerei des Ruhrgebiets mit schätzungsweise 3,2 Mio. hl Kapazität. Im Oktober 2003 wurde wieder der historische DAB-Schriftzug eingeführt. Mit diesem gewann die Brauerei bereits 1937 auf der Pariser Weltausstellung den "Grand Prix" für ihre Bierqualität. |
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<-- DAB-Logo aus den 1990er Jahren (nicht mehr im Einsatz)
© Dortmunder Actien-Brauerei AG |
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| Januar
2005: Löwenbräu Neuhaus/A. Hausbräu hefetrüb |
| Herkunft:
Mittelfranken |
Wertung:
1,50 |
Link zur Website der Biermarke |
| "Löwenbräu Neuhaus/Aisch Hausbräu hefetrüb" ist ein Kellerbier nach altfränkischer Tradition. Bernsteinähnliche Färbung, Süffigkeit und ein bitterer Abgang kennzeichnen dieses Bier. Der Alkoholgehalt liegt bei 5 Vol.-%. Gebraut wird es in einer kleinen Brauerei mit Gasthof im fränkischen Adelsdorf, Ortsteil Neuhaus/Aisch. Von der Tradition dieser Familienbrauerei, die bis in das Jahr 1747 zurückreicht, konnten wir uns bei einem Besuch im Februar 2003 selbst überzeugen. |
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<-- Ausschnitt aus dem Logo des Brauereigasthofes "Zum Löwenbräu"
© "Zum Löwenbräu", Familie Wirth, Neuhaus/Aisch |
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Hinweis zu den Wertungsnoten unserer Monatsbiere |
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* Die hier genannten Wertungen entsprechen der Verkostungsnote, die für ein Bier zum Zeitpunkt seiner Wahl zum "Bier des Monats" aktuell war.
Spätere Wiederholungsverkostungen der Biere haben also keinen Einfluß auf die oben aufgeführten Wertungen.
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Urheberrechtshinweis |
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Alle Rechte liegen bei den jeweiligen Brauereien.
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